Anpruch und Wirklichkeit einer sog. Berufsvertretung :
aus apotheke-adhoc.de :
" [...] Dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und der ebenfalls beteiligten Apothekerkammer des Saarlandes hat das Gericht wie erwartet die Klagebefugnis abgesprochen. Da sie sich trotzdem am Verfahren beteiligt hatten, tragen sie je ein Achtel der Gerichtskosten und je ein Achtel der außergerichtlichen Kosten des Ministeriums des Saarlandes und von DocMorris. [...] "
Bemerkenswert und immerwieder ins Gedächtnis zurückzurufen ist, daß die Kollegenschaft in toto eine (rechtsrelevante) Unterstützung der ALLEINE (Wettbewerbsrecht !!! ) kämpfenden Frau Neumann-Seiwert versagt hat, wie u.a. die mehr als schwache Resonanz ihres seinerzeitigen DAZ-Appells ( " 250€-Unterstützungsfonds" für Prozessrisiko) verdeutlichte.
Wie stellt sich die Situation parteipolitisch z.Zt. dar zwischen GKV-Spitzenverbands- und Jungliberalen-Vorstellungen einerseits und den "z.Zt. offiziellen" Regierungsplänen(?) und BT-Gesundheitsausschuss andererseits ?
Womögliche "marktradikale Vermachtung der Arzneimittelversorgung" leugnen oder anprangern ???
NEIN ! weder noch ... im Gegensatz zur jetzigen (parlamentarisch-strukturieren ? ) selbsternannten Bundesvertretung der deutschen Apothekerschaft (ABDA in der THESE) sollten die Apotheken sich endlich WETTBEWERBLICH den sog. Markthaien (Ketten-Konzernen) stellen ... und zwar als selbstempfundene Mittelständler statt als Tante-Emma-Läden.
Das DocMorris-EuGH-Urteil hat als Knackpunkt offengelegt, daß die DEFINITION des Begriffs "gemeinwesendienlicher Schutz der Gesundheit" subsidiär weiterhin 27 mal nationalstaatlich (lobbyiert) unterschiedlich gefasst werden kann lt. EU-Vertragstext !
Deshalb schlage ich in meiner ANTITHESE als (deutschen) Kompromiss den Regierungsparteien CDU / CSU / FDP und den Oppositionsparteien SPD / LINKE / GRÜNE die "deutsche" (ApoG + ApoBetrO) Erweiterung des Apotheker-e.K./OHG um die Gesellschaftsform Originäre-KG like österreichischem Modell vor, wobei der KOMPLEMENTÄR ein Approbierter als "natürliche Person" sein muss ; und das bisher überbordende Gläubiger-Fremdkapital in Form von u.a. Warenzahlungszielen oder zwischenhandelsrabattfinanzierten Bankzinsen ersetzt werden kann durch eigenkapitalstärkende KOMMANDITISTEN-Einlagen auch von "berufsfremden" Teilhabern an der apothekerlichen Betriebsstätte. ( mehr )
Ich lade Sie ein zur apothekenpolitische Surfreise, Nach-Hecken-Ära in saarl. Jamaika-Regierung (DocMorris-EuGH-Urteil), BT-Gesundheitsausschuss etc. etc.,
beginnend in meinem xing-Profil
.
Freitag, 27. November 2009
Freitag, 21. August 2009
Pharmazeutische Kompetenz ( Teil I )
Editorial von Peter Ditzel DAZ-20.08.09
Unsere pharmazeutische Kompetenz
" Wenn Sie aufmerksam die DAZ und andere pharmazeutische Fachliteratur lesen, wenn Sie Reden von Berufspolitikern zur Eröffnung von Fortbildungskongressen lauschen, werden Sie immer wieder auf den Begriff der pharmazeutischen Kompetenz stoßen. Pharmazeutische Kompetenz - ein schöner Begriff, er beinhaltet Fähigkeiten und Fertigkeiten auf pharmazeutischem Gebiet. Er stellt das in den Mittelpunkt, was wir gelernt haben, was wir können (sollten).
Pharmazeutische Kompetenz - manchmal, so könnte man meinen, verkümmert dieser Begriff zur Worthülse, er wird inflationär verwendet für alles, was der Apotheker macht. Hier sollte man sich fragen, was wirklich unsere genuinen Fähigkeiten und Fertigkeiten sind. Für mein Dafürhalten liegen sie heute an erster Stelle im Wissen über das Arzneimittel und seine Anwendung am Menschen. Dazu gehören unsere übergreifenden Kenntnisse aus allen fünf pharmazeutischen Disziplinen (Chemie, Biologie, Technologie, Pharmakologie und Klinische Pharmazie) und ihr Zusammenwirken.
Hat man beim Blick auf deutsche Apotheken, auf das von der Politik in eine bestimmte Richtung gedrängte Apothekenwesen den Eindruck, dass die pharmazeutische Kompetenz im Vordergrund unseres Berufsbilds steht? Bei selbstkritischer Betrachtung muss man wohl zu dem Schluss kommen: eher nicht. Die Politik hat sich seit 2004 in erster Linie um wirtschaftliche Fragen im Zusammenhang mit der Apotheke gekümmert: sie hat den Versandhandel zugelassen mit der Folge der gerichtlichen Zulassung von Pick-up-Stellen; sie hat Einkaufs- und Naturalrabatte für Apotheken gestrichen; sie hat die Rabattverträge von Krankenkassen eingeführt; sie hat die OTC-Preise freigegeben und mehr Wettbewerb eingefordert. Konnten sich die Apotheken anfangs nur schwer an die neuen „Freiheiten” gewöhnen, drängen sich mittlerweile Versandapotheken mit Schnäppchen-Angeboten, Discount-Apotheken, Rabattaktionen wie Happy hour, Schnäppchen-Anzeigen in Tageszeitungen, Arzneimittel bei dm und Schlecker und Arzneimittel von der Tankstelle ins Bewusstsein der Bevölkerung. Von pharmazeutischer Kompetenz ist hier nicht mehr die Rede - es geht um Preise, Billigarzneimittel und Billigvertriebswege.
Die apothekerliche Kompetenz erscheint in der öffentlichen Wahrnehmung allenfalls in den Testberichten von Stiftung Warentest und einschlägigen Fernsehmagazinen - und hier meist mit negativem Ausgang.
Droht unser Beruf zu verfallen? Sollten wir nicht alles daransetzen, die pharmazeutische Kompetenz besser zu nutzen, besser im Gesundheitswesen einzusetzen, „an den Mann”, sprich an den Patienten zu bringen? Müssen wir nicht alles dafür tun, dass wir in der Politik, in der Öffentlichkeit als Apotheker wahr genommen werden, die pharmazeutisch kompetent sind und nicht als Apotheker, die zu Supersonderpreisen die billigsten Arzneimittel verschleudern? [ ... ] "
"Kern-Kompetenz" und MEHR-Kompetenz (BAK-Fink)
.
mfG
Unsere pharmazeutische Kompetenz
" Wenn Sie aufmerksam die DAZ und andere pharmazeutische Fachliteratur lesen, wenn Sie Reden von Berufspolitikern zur Eröffnung von Fortbildungskongressen lauschen, werden Sie immer wieder auf den Begriff der pharmazeutischen Kompetenz stoßen. Pharmazeutische Kompetenz - ein schöner Begriff, er beinhaltet Fähigkeiten und Fertigkeiten auf pharmazeutischem Gebiet. Er stellt das in den Mittelpunkt, was wir gelernt haben, was wir können (sollten).
Pharmazeutische Kompetenz - manchmal, so könnte man meinen, verkümmert dieser Begriff zur Worthülse, er wird inflationär verwendet für alles, was der Apotheker macht. Hier sollte man sich fragen, was wirklich unsere genuinen Fähigkeiten und Fertigkeiten sind. Für mein Dafürhalten liegen sie heute an erster Stelle im Wissen über das Arzneimittel und seine Anwendung am Menschen. Dazu gehören unsere übergreifenden Kenntnisse aus allen fünf pharmazeutischen Disziplinen (Chemie, Biologie, Technologie, Pharmakologie und Klinische Pharmazie) und ihr Zusammenwirken.
Hat man beim Blick auf deutsche Apotheken, auf das von der Politik in eine bestimmte Richtung gedrängte Apothekenwesen den Eindruck, dass die pharmazeutische Kompetenz im Vordergrund unseres Berufsbilds steht? Bei selbstkritischer Betrachtung muss man wohl zu dem Schluss kommen: eher nicht. Die Politik hat sich seit 2004 in erster Linie um wirtschaftliche Fragen im Zusammenhang mit der Apotheke gekümmert: sie hat den Versandhandel zugelassen mit der Folge der gerichtlichen Zulassung von Pick-up-Stellen; sie hat Einkaufs- und Naturalrabatte für Apotheken gestrichen; sie hat die Rabattverträge von Krankenkassen eingeführt; sie hat die OTC-Preise freigegeben und mehr Wettbewerb eingefordert. Konnten sich die Apotheken anfangs nur schwer an die neuen „Freiheiten” gewöhnen, drängen sich mittlerweile Versandapotheken mit Schnäppchen-Angeboten, Discount-Apotheken, Rabattaktionen wie Happy hour, Schnäppchen-Anzeigen in Tageszeitungen, Arzneimittel bei dm und Schlecker und Arzneimittel von der Tankstelle ins Bewusstsein der Bevölkerung. Von pharmazeutischer Kompetenz ist hier nicht mehr die Rede - es geht um Preise, Billigarzneimittel und Billigvertriebswege.
Die apothekerliche Kompetenz erscheint in der öffentlichen Wahrnehmung allenfalls in den Testberichten von Stiftung Warentest und einschlägigen Fernsehmagazinen - und hier meist mit negativem Ausgang.
Droht unser Beruf zu verfallen? Sollten wir nicht alles daransetzen, die pharmazeutische Kompetenz besser zu nutzen, besser im Gesundheitswesen einzusetzen, „an den Mann”, sprich an den Patienten zu bringen? Müssen wir nicht alles dafür tun, dass wir in der Politik, in der Öffentlichkeit als Apotheker wahr genommen werden, die pharmazeutisch kompetent sind und nicht als Apotheker, die zu Supersonderpreisen die billigsten Arzneimittel verschleudern? [ ... ] "
"Kern-Kompetenz" und MEHR-Kompetenz (BAK-Fink)
.
mfG
Pharmazeutische Kompetenz ( Teil II )
Editorial von Peter Ditzel DAZ-20.08.09
Unsere pharmazeutische Kompetenz
" [ ... ]
In den USA, dem Land, das als Vorreiter von Ketten und Discount-Drugstores gilt, hat unter Pharmazeuten seit einiger Zeit ein Umdenken stattgefunden. Man hat erkannt, dass die Ausbildung des Apothekers viel zu schade ist, als dass sie in Kettenapotheken verkümmert. Die Initiative für dieses Umdenken geht von einigen Universitäten aus. Sie haben bereits angefangen, in die Ausbildung Lehrinhalte zu integrieren, durch die die Pharmazeuten befähigt werden, ihre heilberufliche Kompetenz besser herauszustellen. Die Verantwortlichen setzen auf die Erkenntnis, dass unsere Zukunft nicht darin liegt, noch mehr Arzneimittelpackungen zu verkaufen, sondern unsere Kompetenz als Arzneimittelfachmann dafür einzusetzen, die Arzneimitteltherapie für den Patienten und für die Kostenträger zu optimieren. An der School of Pharmacy von Minneapolis im Bundesstaat Minnesota beispielsweise verfolgt man diesen Weg schon seit geraumer Zeit. Als ich dieses pharmazeutische Institut im vergangenen Jahr besuchte, dachte man dort bereits konkret über die Verwirklichung einer Vision des Apothekerberufs nach: der Apotheker als Therapiemanager. Man arbeitete dort ein neues Programm an vorgeschriebenen Pflichtpraktika aus, die während des Studiums oder danach zu absolvieren sind. Hierzu gehört u. a. auch „Patient Care” oder Praktika im Krankenhaus und in einer Krankenhausapotheke. Zu den Lehrinhalten dieser Praktika gehört auch das Medication Therapy Management, bei dem der angehende Apotheker lernt, sein Wissen in den Dienst der Medikationsberatung einzubringen. Neu ist, dass ein solches Pflichtpraktikum aufgrund der Beziehungen des pharmazeutischen Instituts von Minneapolis zu einer deutschen Apotheke auch hier abgeleistet werden kann. Unser Beitrag auf Seite 54 beschreibt den Aufbau des neuen Pflichtpraktikums, die Erfahrungen damit und den Austausch von Studenten, die in dieser Apotheke in Deutschland mitarbeiten durften.
Arbeiten wir weiter daran, dass wir unsere pharmazeutische Kompetenz einbringen können, dass sie anerkannt wird und dass sie ins Zentrum unseres Berufs rückt. Nur dann kann man sagen: Es gibt keine Alternativen zum Apotheker."
.
mfG
Unsere pharmazeutische Kompetenz
" [ ... ]
In den USA, dem Land, das als Vorreiter von Ketten und Discount-Drugstores gilt, hat unter Pharmazeuten seit einiger Zeit ein Umdenken stattgefunden. Man hat erkannt, dass die Ausbildung des Apothekers viel zu schade ist, als dass sie in Kettenapotheken verkümmert. Die Initiative für dieses Umdenken geht von einigen Universitäten aus. Sie haben bereits angefangen, in die Ausbildung Lehrinhalte zu integrieren, durch die die Pharmazeuten befähigt werden, ihre heilberufliche Kompetenz besser herauszustellen. Die Verantwortlichen setzen auf die Erkenntnis, dass unsere Zukunft nicht darin liegt, noch mehr Arzneimittelpackungen zu verkaufen, sondern unsere Kompetenz als Arzneimittelfachmann dafür einzusetzen, die Arzneimitteltherapie für den Patienten und für die Kostenträger zu optimieren. An der School of Pharmacy von Minneapolis im Bundesstaat Minnesota beispielsweise verfolgt man diesen Weg schon seit geraumer Zeit. Als ich dieses pharmazeutische Institut im vergangenen Jahr besuchte, dachte man dort bereits konkret über die Verwirklichung einer Vision des Apothekerberufs nach: der Apotheker als Therapiemanager. Man arbeitete dort ein neues Programm an vorgeschriebenen Pflichtpraktika aus, die während des Studiums oder danach zu absolvieren sind. Hierzu gehört u. a. auch „Patient Care” oder Praktika im Krankenhaus und in einer Krankenhausapotheke. Zu den Lehrinhalten dieser Praktika gehört auch das Medication Therapy Management, bei dem der angehende Apotheker lernt, sein Wissen in den Dienst der Medikationsberatung einzubringen. Neu ist, dass ein solches Pflichtpraktikum aufgrund der Beziehungen des pharmazeutischen Instituts von Minneapolis zu einer deutschen Apotheke auch hier abgeleistet werden kann. Unser Beitrag auf Seite 54 beschreibt den Aufbau des neuen Pflichtpraktikums, die Erfahrungen damit und den Austausch von Studenten, die in dieser Apotheke in Deutschland mitarbeiten durften.
Arbeiten wir weiter daran, dass wir unsere pharmazeutische Kompetenz einbringen können, dass sie anerkannt wird und dass sie ins Zentrum unseres Berufs rückt. Nur dann kann man sagen: Es gibt keine Alternativen zum Apotheker."
.
mfG
Samstag, 1. August 2009
Däinghaus: Ich bin dann mal weg
"Der Gründer der Internet-Apotheke DocMorris verlässt zum 31. Juli 2009 das Unternehmen. Er werde DocMorris weiterhin beratend zur Seite stehen und so der Unternehmensgruppe eng verbunden bleiben, heißt es in einer Pressemeldung des Unternehmens. Im Zuge der Eingliederung von DocMorris in den Celesio-Konzern seien die Geschäftszweige Versandhandel und «Vor-Ort-Geschäft» in eigenständige Gesellschaften überführt worden. Däinghaus habe seine Führungsaufgaben Schritt für Schritt an Experten für die einzelnen Bereiche übergeben. Die Markenpartnerschaft mit Apotheken liegt in den Händen des Apothekers Thomas von Künsberg Sarre , wie DocMorris am Vortag verkündete. Bundesweit kooperieren bisher etwa 150 inhabergeführte Apotheken mit DocMorris. Für die Finanzen der DocMorris-Gruppe zuständig bleibt Michael Veigel .
Däinghaus hat sich in der Vergangenheit bei Apothekern immer wieder durch gezielte Provokationen unbeliebt gemacht, indem er sich als «kreativer Zerstörer» der inhabergeführten öffentlichen Apotheke feiern ließ. In der Außendarstellung stand er als Synonym für sein Unternehmen. Nachdem 2007 der Pharmagroßhändler Celesio/Gehe DocMorris übernommen hatte, wurde es deutlich stiller um ihn. Ob die herbe Schlappe im Fremdbesitzverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof im Mai eine Rolle bei Däinghaus’ Abgang spielte, ist noch offen. (dr)"
(Quelle : 23.07.2009 PZ )
Dazu die persönliche Verabschiedung Ralf Däinghausens in Form von Schliessung des DocMorris-Blog
Wurde schon einmal die Frage in der pharmazeutischen Fachpresse und in selbstkritischen Apotheker-Zirkeln gestellt und diskutiert , u.a. in der Apotheken-Gewerkschaft oder bei den Alternativen (?) , ob der Weggang/Abgang von Mister-Morris möglicherweise die Voraussetzung in Celesios-Planung ist, daß die Marke DocMorris nun doch den DAV-Rahmenverträgen mit den Sozialgesetzbuch"partnern" beitreten darf ?
Bringt der Weggang von Mister Morris die Apotheken in eine zusätzliche "Zwickmühle" , die die Apotheken im Thema (Generika)"Austauschbarkeit" zu bewältigen haben als Spagat zwischen (6.000) Wirkstoff-Kriterium und (marketinggesteuerter 120.000) Indikations-Produkten ?
" Apotheker werden zerrieben
Berlin - Die Apotheker bleiben in der Zwickmühle: In den Verhandlungen über die Austauschbarkeit von Generika zwischen dem Spitzenverband der Krankenkassen und dem Deutschen Apothekerverband (DAV) gibt es bislang keine Einigung. Eine Klarstellung zur Aut idem-Regelung im Rahmenvertrag steht weiterhin aus.
Die Kassenvertreter hatten dem Vernehmen nach vorgeschlagen, dass die Software in der Apotheke nur noch die Austauschkriterien Wirkstoff, Packungsgröße und Wirkstärke sowie die Darreichungsform ausweisen soll. Hinweise auf die Indikationen sollten demnach komplett entfallen. Im Zweifel müsste der Apotheker dann die Indikation im Gespräch mit dem Patienten erfragen.
Der DAV lehnte diesen Vorschlag ab. Die Kassen konnten sich andererseits offenbar nicht für ein Ampel-Modell erwärmen, das der DAV zur Unterstützung der Apotheker in die Software integrieren wollte.
Vom aktuellen Stand der Verhandlungen ist man beim DAV enttäuscht: „Es läuft darauf hinaus, dass uns die Hersteller und Krankenkassen in eine Zwickmühle bringen“, sagte ein DAV-Sprecher gegenüber APOTHEKE ADHOC. Beide seien „auf klarem Konfrontationskurs“. Tatsächlich lehnen die Hersteller eine Haftung für ihre Präparate ab, wenn diese außerhalb der zugelassenen Indikationen abgegeben werden. Die Kassen drohen auf der anderen Seite mit Retaxationen, wenn der Apotheker nicht substituiert. „Dieser Streit wird auf dem Rücken der Apotheker und Patienten ausgetragen“, so der DAV-Sprecher "
Quelle : Apotheke-Adhoc
siehe hierzu die Konträrargumentation Bioäquivalenz statt Indikaton !
--------------------------------------------------
Welche "Zwickmühlen" gibts noch ?
außer DAV-Konkurrenz "mit" Kohl-Franchise , Verbands-(Un)wesen , Verblisterung , e-Gesundsheitscard, "drohendes" Ärzte-Dispensierrecht (operativ prodsa-Modell der Sanitätshaus-Branche), Software-Oberherrschaft, Apo-Bank-Heuschrecken ?
provokativ : Automatisierung als Ablösung des "sprechenden/beratenden Schubladenziehers" ???
(Anm.: leider nachträglich zensiert/selektiert -> Ministerin zu Gast bei ROWA )
siehe hierzu auch die Advokatenspiele :-) des hin+her
.
mfG
Däinghaus hat sich in der Vergangenheit bei Apothekern immer wieder durch gezielte Provokationen unbeliebt gemacht, indem er sich als «kreativer Zerstörer» der inhabergeführten öffentlichen Apotheke feiern ließ. In der Außendarstellung stand er als Synonym für sein Unternehmen. Nachdem 2007 der Pharmagroßhändler Celesio/Gehe DocMorris übernommen hatte, wurde es deutlich stiller um ihn. Ob die herbe Schlappe im Fremdbesitzverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof im Mai eine Rolle bei Däinghaus’ Abgang spielte, ist noch offen. (dr)"
(Quelle : 23.07.2009 PZ )
Dazu die persönliche Verabschiedung Ralf Däinghausens in Form von Schliessung des DocMorris-Blog
Wurde schon einmal die Frage in der pharmazeutischen Fachpresse und in selbstkritischen Apotheker-Zirkeln gestellt und diskutiert , u.a. in der Apotheken-Gewerkschaft oder bei den Alternativen (?) , ob der Weggang/Abgang von Mister-Morris möglicherweise die Voraussetzung in Celesios-Planung ist, daß die Marke DocMorris nun doch den DAV-Rahmenverträgen mit den Sozialgesetzbuch"partnern" beitreten darf ?
Bringt der Weggang von Mister Morris die Apotheken in eine zusätzliche "Zwickmühle" , die die Apotheken im Thema (Generika)"Austauschbarkeit" zu bewältigen haben als Spagat zwischen (6.000) Wirkstoff-Kriterium und (marketinggesteuerter 120.000) Indikations-Produkten ?
" Apotheker werden zerrieben
Berlin - Die Apotheker bleiben in der Zwickmühle: In den Verhandlungen über die Austauschbarkeit von Generika zwischen dem Spitzenverband der Krankenkassen und dem Deutschen Apothekerverband (DAV) gibt es bislang keine Einigung. Eine Klarstellung zur Aut idem-Regelung im Rahmenvertrag steht weiterhin aus.
Die Kassenvertreter hatten dem Vernehmen nach vorgeschlagen, dass die Software in der Apotheke nur noch die Austauschkriterien Wirkstoff, Packungsgröße und Wirkstärke sowie die Darreichungsform ausweisen soll. Hinweise auf die Indikationen sollten demnach komplett entfallen. Im Zweifel müsste der Apotheker dann die Indikation im Gespräch mit dem Patienten erfragen.
Der DAV lehnte diesen Vorschlag ab. Die Kassen konnten sich andererseits offenbar nicht für ein Ampel-Modell erwärmen, das der DAV zur Unterstützung der Apotheker in die Software integrieren wollte.
Vom aktuellen Stand der Verhandlungen ist man beim DAV enttäuscht: „Es läuft darauf hinaus, dass uns die Hersteller und Krankenkassen in eine Zwickmühle bringen“, sagte ein DAV-Sprecher gegenüber APOTHEKE ADHOC. Beide seien „auf klarem Konfrontationskurs“. Tatsächlich lehnen die Hersteller eine Haftung für ihre Präparate ab, wenn diese außerhalb der zugelassenen Indikationen abgegeben werden. Die Kassen drohen auf der anderen Seite mit Retaxationen, wenn der Apotheker nicht substituiert. „Dieser Streit wird auf dem Rücken der Apotheker und Patienten ausgetragen“, so der DAV-Sprecher "
Quelle : Apotheke-Adhoc
siehe hierzu die Konträrargumentation Bioäquivalenz statt Indikaton !
--------------------------------------------------
Welche "Zwickmühlen" gibts noch ?
außer DAV-Konkurrenz "mit" Kohl-Franchise , Verbands-(Un)wesen , Verblisterung , e-Gesundsheitscard, "drohendes" Ärzte-Dispensierrecht (operativ prodsa-Modell der Sanitätshaus-Branche), Software-Oberherrschaft, Apo-Bank-Heuschrecken ?
provokativ : Automatisierung als Ablösung des "sprechenden/beratenden Schubladenziehers" ???
(Anm.: leider nachträglich zensiert/selektiert -> Ministerin zu Gast bei ROWA )
siehe hierzu auch die Advokatenspiele :-) des hin+her
.
mfG
Dienstag, 30. September 2008
Exklusiv-Vertrieb
Entscheidung zu DTP im Oktober
Berlin - Nachdem die apothekereigene Genossenschaft mit AG-Holding Millennium in Bologna Ende Juni signalisiert hatte, eine Beteiligung am Exklusivvertriebsmodell (Direct to pharmacy, DTP) des Pharmakonzerns Pfizer zu prüfen, könnte bereits in den nächsten Wochen eine Entscheidung fallen. Wie APOTHEKE ADHOC aus großhandelsnahen Kreisen erfahren hat, soll im Oktober über eine mögliche Umsetzung des so genannten Pfizer-Modells und damit über die Zukunft des Arzneimittelvertriebs in Deutschland entschieden werden.
=> mehr
Berlin - Nachdem die apothekereigene Genossenschaft mit AG-Holding Millennium in Bologna Ende Juni signalisiert hatte, eine Beteiligung am Exklusivvertriebsmodell (Direct to pharmacy, DTP) des Pharmakonzerns Pfizer zu prüfen, könnte bereits in den nächsten Wochen eine Entscheidung fallen. Wie APOTHEKE ADHOC aus großhandelsnahen Kreisen erfahren hat, soll im Oktober über eine mögliche Umsetzung des so genannten Pfizer-Modells und damit über die Zukunft des Arzneimittelvertriebs in Deutschland entschieden werden.
=> mehr
Arzneimittel-Versandhandel
Kartellamtschef attackiert Apotheker
Berlin - Der Präsident des Bundeskartellamtes, Dr. Bernhard Heitzer, ist gegen ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Auch Pick-up-Stellen in Drogeriemärkten sind aus Heitzers Sicht in Ordnung. Den Apothekern warf er vor, aus Eigeninteresse gegen alternative Vertriebskanäle Sturm zu laufen: „Wir sind der Auffassung, dass die Argumente der Apotheken – Arzneimittelsicherheit und Schutz der Patienten – nur vorgeschoben sind und wohl eher dem Schutz des eigenen Geschäftes dienen“, sagte Heitzer bei der Jahresversammlung des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller.
=> mehr
Berlin - Der Präsident des Bundeskartellamtes, Dr. Bernhard Heitzer, ist gegen ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Auch Pick-up-Stellen in Drogeriemärkten sind aus Heitzers Sicht in Ordnung. Den Apothekern warf er vor, aus Eigeninteresse gegen alternative Vertriebskanäle Sturm zu laufen: „Wir sind der Auffassung, dass die Argumente der Apotheken – Arzneimittelsicherheit und Schutz der Patienten – nur vorgeschoben sind und wohl eher dem Schutz des eigenen Geschäftes dienen“, sagte Heitzer bei der Jahresversammlung des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller.
=> mehr
Donnerstag, 18. September 2008
Zusammenfassung
Am 9. September 2008 um 07:52 Uhr
Der Nachrichtendienst apotheke-adhoc zitiert den FAZ-Artikel folgendermaßen :
“”DocMorris wird der Name unserer Apothekenkette sein, wenn wir eine haben dürfen”, so Oesterle. „Damit sage ich aber nicht, dass jede Apotheke, die einmal zu Celesio gehören sollte, DocMorris heißen muss.””
Dazu nehme ich im Folgenden Stellung unter Zurgrundelegung der Argumentationskette des ÖSTERREICHISCHEN Kanzler-Vertreters vorm EuGH am 03.09.08 und der Tatsache, daß das Vetragsverletzungsverfahren gegen Deutschland bzgl. des (eingeschränkten) Mehrbesitzverbotes entgegen diverser Pressemeldungen eben NICHT ausgesetzt wurde .
Am 9. September 2008 um 07:55 Uhr
” […] Dem österreichischen Vertreter zufolge führen die heilberufliche Aufgabe – die unabhängige, objektive Leistungserbringung im öffentlichen Interesse – und die wirtschaftlichen Interessen immer zu einem Spannungsverhältnis. Nur durch „die Einbindung der Eigentümer in die Berufsausübung, zum Beispiel durch die Anwesenheitspflicht”, werde sichergestellt, dass der heilberufliche Auftrag Vorrang behält.
Dies lässt sich laut Kröll auch nicht durch angestellte Betriebsleiter ersetzen […] ”
Nanu, kennt “Österreich” die deutschen Apo-Filialleiter (max. 3 ) nicht, die laut deutschem ApoG + ApoBetrO sehr wohl Betriebsleiter sind ?
Wenn die österreichische Wertung des FremdBETREIBERverbots sich sinngemäß durchsetzt, dann wird bei Beibehaltung des Approbationsgebots das deusche eingeschränkte MehrBESITZverbot zum 100%-igen Verbot im laufenden Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland, statt EU-Kommissionsgewünschtem Wegfall des Mehrbesitzverbotes.
Am 9. September 2008 um 08:03 Uhr
Da Österreich bereits das KG-Modell praktiziert, dessen Wirkweisen in diversen Foren + Blogs bereits (teils konträr) “andiskutiert” wurden, kann man/ich eine Projektion auf Deutschland durchaus ansehen als Ersatz für den bisherigen deutschen eingeschränkten Mehrbesitz, und zwar unter Berücksichtigung der approbationsgebotenen “Anwesenheitspflicht” des Komplementärs einer JEDEN einzelnen Betriebsstätte (Österreichischen ApoG-Auslegung).
Ein z.Zt. noch 3 Filialen-BETREIBER=Eigentümer e.K./OHG wird stattdessen zum Kommanditisten=MitBESITZER von 3 (und evtl. unbegrenzt) Hauptapotheken, wobei der Kommanditist eben KEIN Approbierter sein MUSS, sondern nur Finanzier.
Letztere “Konstellation” ist dann die Alternative, zumindest ein gleichwertiger Konkurrent, zu der EU-Kommission-geforderten Fremdbetreiberfreigabe.
Die ApoBetrO wird ja bereits neu gestrickt, warum nicht auch das ApoG ?
Können die ABDA & Co. dahingehend schneller agieren (Einflussnahme auf nationalstaatl. Eigen-Regierung) als die EU-Kommission, oder verharren die “Zunftfürsten” weiterhin in passiver Agonie-Blockade ?
Der ApoTag in München 19./20. Sept. 2008 bietet Entscheidungschancen vor der eigenen Haustüre, wenn die Gelegenheiten nicht wiedereinmal verpasst werden durch Verschiebung/Vertagung in Ausschüsse auf den Nimmerleinstag !
Am 13. September 2008 um 10:33 Uhr
Auf den Punkt gebracht => nun die Kurzform der Ziel-Beschreibung :
Ich will verhindern, daß deutsche Apotheken die Rechtsform einer “Juristischen-Person” (GmbH, GmbH&Co.KG, AG etc.) unter Berufung auf EU-Recht erhalten können.
Insofern bin ich ein derzeitiger Gegner von DocMorris N.V. Heerlen und somit ein derzeitiger Gegner der Saarbrücker-Filiale, jedoch ein Befürworter der FREIEN Entscheidung zu DocMorris-Partner-Apotheken oder AVIE o.ä. (z.B. Migasa, ISA-Verband)
Als subsidiäre, im Einklang mit EU-Recht stehender nationaler ALTERNATIVmaßnahme zur EU-Kommission (des freien Kapital-, Waren-, + Dienstleistungsflusses) soll das Deutsche-ApoG erweitert werden um die 3. “natürliche-Person” (KG neben e.K.+OHG) , wie in meinen Vorpostings beschrieben, in Anlehnung an das Österreichische-Modell.
Die 17 LAKs K.d.Ö.R. beantragen die Mitgliedschaftserweiterung der ABDA über die 17 LAVs hinaus, also Stimmrechtsausweitung (Direktstimme statt Indirekt-Potential via Kammern) auf andere Verbände wie z.B. BVDAK-Mitglieder (z.B. hiesige A-plus-Koop) , BVDVA, BVDA etc., da die 17 LAVs selbst nichts anderes sind als Kooperationen.
Sollte diese “Selbstreinigung” der sog. Berufsvertretung, die sich selbst gerne als “Dachorganisation” bezeichnet, nicht stattfinden, so scheiden die 17 LAKs K.d.Ö.R. aus dieser ABDA aus -freiwillig oder durch Landesministerien gezwungen- , mit allen Konsequenzen bis hin zur Insolvenz der apothekerlichen Versorgungswerke, falls die ABDA-Satzung in der Frage eines Auseinandersetzungsanspruches eben nicht geändert wird.
Allen bisher “Aussenstehenden” empfehle ich, Einblick in diese (derzeitige) ABDA-SATZUNG bei ihren Vorort-Apothekern zu erbitten, sofern diese sich immernoch der Kammerzwangsmitgliedschaft unterwerfen.
Falls die (derzeitige) ABDA ihre Agonie-Blockade weiter beibehält statt ALTERNATIV konstruktiv zu AGIEREN, werden ich und meine Anhängerschaft doch noch zu Freunden der EU-Kommission !
Am 18. September 2008 um 07:45 Uhr
Betreff :
gestriges Presse-Statement von ABDA-Präsident Herrn Wolf (Apothekertag-München)
meiner Antwort vorausgeschickt -> Dr.Oesterle in apotheke-adhoc v. 26.Okt.2007 :
” […] Gleichzeitig zeigte sich der Konzernchef verwundert, dass die Apothekerverbände ihre Mitglieder immer noch dazu auffordern müssten, den Patienten in den Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit zu stellen. Er habe angenommen, dies sei längst eine Selbstverständlichkeit. Nach Meinung des Konzernchefs haben es Kettenapotheker ohnehin leichter als ihre selbstständigen Kollegen, Qualität umzusetzen: Laut Oesterle gibt es einige Apotheker, die ihre Schuldenlast dazu veranlasst, nach Wegen zu suchen, um ihr Einkommen aufzubessern. Wer sich dagegen auf die seiner Meinung nach abzusehenden Entwicklungen einstelle, werde eine „wunderbare Zukunft“ haben: „Es ist doch egal, ob Sie vom Kapital beherrscht werden oder von Ihrer Ehefrau.“ ”
(Quelle : Patrick Hollstein, Freitag, 26. Oktober 2007, 17:10 Uhr)
———————————
meine Antwort :
In meiner Zielvorstellung liegt der Unterschied zu Dr.Oesterle und zur EU-Kommission darin, daß die “Ehefrau” eben nicht den Komplementär (approbationsgebotene Anwesenheitspflicht des Betreibers=Eigentümer) “killt” , sondern daß die “Ehefrau” als Kommanditistin das bisherige kopflastige Gläubiger-Fremdkapital in partnerschaftliches Eigenkapital umwandelt.
Ob der Apotheker (”mann”) fremdgeht und seine “Ehefrau” gegen eine Freundin-Affäre dann austauscht, muß jeder Apotheker (”mann”) selbst entscheiden, und eben nicht fremdbestimmt werden durch z.B. ABDA-Funktionäre in Patronatsgehabe.
Es ändert sich nur EINES gewiß :
Der Apotheker/in e.K./OHG wird vom bisherigen SOLO-Spieler zum TEAM-Player , will er denn im (europäischen) Wettbewerb überleben …
.
mfG
Der Nachrichtendienst apotheke-adhoc zitiert den FAZ-Artikel folgendermaßen :
“”DocMorris wird der Name unserer Apothekenkette sein, wenn wir eine haben dürfen”, so Oesterle. „Damit sage ich aber nicht, dass jede Apotheke, die einmal zu Celesio gehören sollte, DocMorris heißen muss.””
Dazu nehme ich im Folgenden Stellung unter Zurgrundelegung der Argumentationskette des ÖSTERREICHISCHEN Kanzler-Vertreters vorm EuGH am 03.09.08 und der Tatsache, daß das Vetragsverletzungsverfahren gegen Deutschland bzgl. des (eingeschränkten) Mehrbesitzverbotes entgegen diverser Pressemeldungen eben NICHT ausgesetzt wurde .
Am 9. September 2008 um 07:55 Uhr
” […] Dem österreichischen Vertreter zufolge führen die heilberufliche Aufgabe – die unabhängige, objektive Leistungserbringung im öffentlichen Interesse – und die wirtschaftlichen Interessen immer zu einem Spannungsverhältnis. Nur durch „die Einbindung der Eigentümer in die Berufsausübung, zum Beispiel durch die Anwesenheitspflicht”, werde sichergestellt, dass der heilberufliche Auftrag Vorrang behält.
Dies lässt sich laut Kröll auch nicht durch angestellte Betriebsleiter ersetzen […] ”
Nanu, kennt “Österreich” die deutschen Apo-Filialleiter (max. 3 ) nicht, die laut deutschem ApoG + ApoBetrO sehr wohl Betriebsleiter sind ?
Wenn die österreichische Wertung des FremdBETREIBERverbots sich sinngemäß durchsetzt, dann wird bei Beibehaltung des Approbationsgebots das deusche eingeschränkte MehrBESITZverbot zum 100%-igen Verbot im laufenden Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland, statt EU-Kommissionsgewünschtem Wegfall des Mehrbesitzverbotes.
Am 9. September 2008 um 08:03 Uhr
Da Österreich bereits das KG-Modell praktiziert, dessen Wirkweisen in diversen Foren + Blogs bereits (teils konträr) “andiskutiert” wurden, kann man/ich eine Projektion auf Deutschland durchaus ansehen als Ersatz für den bisherigen deutschen eingeschränkten Mehrbesitz, und zwar unter Berücksichtigung der approbationsgebotenen “Anwesenheitspflicht” des Komplementärs einer JEDEN einzelnen Betriebsstätte (Österreichischen ApoG-Auslegung).
Ein z.Zt. noch 3 Filialen-BETREIBER=Eigentümer e.K./OHG wird stattdessen zum Kommanditisten=MitBESITZER von 3 (und evtl. unbegrenzt) Hauptapotheken, wobei der Kommanditist eben KEIN Approbierter sein MUSS, sondern nur Finanzier.
Letztere “Konstellation” ist dann die Alternative, zumindest ein gleichwertiger Konkurrent, zu der EU-Kommission-geforderten Fremdbetreiberfreigabe.
Die ApoBetrO wird ja bereits neu gestrickt, warum nicht auch das ApoG ?
Können die ABDA & Co. dahingehend schneller agieren (Einflussnahme auf nationalstaatl. Eigen-Regierung) als die EU-Kommission, oder verharren die “Zunftfürsten” weiterhin in passiver Agonie-Blockade ?
Der ApoTag in München 19./20. Sept. 2008 bietet Entscheidungschancen vor der eigenen Haustüre, wenn die Gelegenheiten nicht wiedereinmal verpasst werden durch Verschiebung/Vertagung in Ausschüsse auf den Nimmerleinstag !
Am 13. September 2008 um 10:33 Uhr
Auf den Punkt gebracht => nun die Kurzform der Ziel-Beschreibung :
Ich will verhindern, daß deutsche Apotheken die Rechtsform einer “Juristischen-Person” (GmbH, GmbH&Co.KG, AG etc.) unter Berufung auf EU-Recht erhalten können.
Insofern bin ich ein derzeitiger Gegner von DocMorris N.V. Heerlen und somit ein derzeitiger Gegner der Saarbrücker-Filiale, jedoch ein Befürworter der FREIEN Entscheidung zu DocMorris-Partner-Apotheken oder AVIE o.ä. (z.B. Migasa, ISA-Verband)
Als subsidiäre, im Einklang mit EU-Recht stehender nationaler ALTERNATIVmaßnahme zur EU-Kommission (des freien Kapital-, Waren-, + Dienstleistungsflusses) soll das Deutsche-ApoG erweitert werden um die 3. “natürliche-Person” (KG neben e.K.+OHG) , wie in meinen Vorpostings beschrieben, in Anlehnung an das Österreichische-Modell.
Die 17 LAKs K.d.Ö.R. beantragen die Mitgliedschaftserweiterung der ABDA über die 17 LAVs hinaus, also Stimmrechtsausweitung (Direktstimme statt Indirekt-Potential via Kammern) auf andere Verbände wie z.B. BVDAK-Mitglieder (z.B. hiesige A-plus-Koop) , BVDVA, BVDA etc., da die 17 LAVs selbst nichts anderes sind als Kooperationen.
Sollte diese “Selbstreinigung” der sog. Berufsvertretung, die sich selbst gerne als “Dachorganisation” bezeichnet, nicht stattfinden, so scheiden die 17 LAKs K.d.Ö.R. aus dieser ABDA aus -freiwillig oder durch Landesministerien gezwungen- , mit allen Konsequenzen bis hin zur Insolvenz der apothekerlichen Versorgungswerke, falls die ABDA-Satzung in der Frage eines Auseinandersetzungsanspruches eben nicht geändert wird.
Allen bisher “Aussenstehenden” empfehle ich, Einblick in diese (derzeitige) ABDA-SATZUNG bei ihren Vorort-Apothekern zu erbitten, sofern diese sich immernoch der Kammerzwangsmitgliedschaft unterwerfen.
Falls die (derzeitige) ABDA ihre Agonie-Blockade weiter beibehält statt ALTERNATIV konstruktiv zu AGIEREN, werden ich und meine Anhängerschaft doch noch zu Freunden der EU-Kommission !
Am 18. September 2008 um 07:45 Uhr
Betreff :
gestriges Presse-Statement von ABDA-Präsident Herrn Wolf (Apothekertag-München)
meiner Antwort vorausgeschickt -> Dr.Oesterle in apotheke-adhoc v. 26.Okt.2007 :
” […] Gleichzeitig zeigte sich der Konzernchef verwundert, dass die Apothekerverbände ihre Mitglieder immer noch dazu auffordern müssten, den Patienten in den Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit zu stellen. Er habe angenommen, dies sei längst eine Selbstverständlichkeit. Nach Meinung des Konzernchefs haben es Kettenapotheker ohnehin leichter als ihre selbstständigen Kollegen, Qualität umzusetzen: Laut Oesterle gibt es einige Apotheker, die ihre Schuldenlast dazu veranlasst, nach Wegen zu suchen, um ihr Einkommen aufzubessern. Wer sich dagegen auf die seiner Meinung nach abzusehenden Entwicklungen einstelle, werde eine „wunderbare Zukunft“ haben: „Es ist doch egal, ob Sie vom Kapital beherrscht werden oder von Ihrer Ehefrau.“ ”
(Quelle : Patrick Hollstein, Freitag, 26. Oktober 2007, 17:10 Uhr)
———————————
meine Antwort :
In meiner Zielvorstellung liegt der Unterschied zu Dr.Oesterle und zur EU-Kommission darin, daß die “Ehefrau” eben nicht den Komplementär (approbationsgebotene Anwesenheitspflicht des Betreibers=Eigentümer) “killt” , sondern daß die “Ehefrau” als Kommanditistin das bisherige kopflastige Gläubiger-Fremdkapital in partnerschaftliches Eigenkapital umwandelt.
Ob der Apotheker (”mann”) fremdgeht und seine “Ehefrau” gegen eine Freundin-Affäre dann austauscht, muß jeder Apotheker (”mann”) selbst entscheiden, und eben nicht fremdbestimmt werden durch z.B. ABDA-Funktionäre in Patronatsgehabe.
Es ändert sich nur EINES gewiß :
Der Apotheker/in e.K./OHG wird vom bisherigen SOLO-Spieler zum TEAM-Player , will er denn im (europäischen) Wettbewerb überleben …
.
mfG
Abonnieren
Posts (Atom)