... zwischen Beamtentum einerseits und Freier-Marktwirtschaft andererseits,
am Beispiel der Gesundheitskosten, Part "Arzneimittel" :
Handelsblatt-Formulierung :
Rösler knöpft sich die Apotheken vor
Nach der Arzneimittelindustrie legt sich Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) nun auch mit dem Arzneimittelgroßhandel und den Apotheken an.
Nach Informationen des Handelsblatts sollen die gesetzlichen Handelsspannen des Arzneimittel-Großhandels gekürzt werden.
(Quelle: dpa)
DÜSSELDOORF. Nach Informationen des Handelsblatts aus Ministeriumskreisen plant Rösler, die gesetzlichen Handelsspannen des Großhandels um 400 Mio. Euro im Jahr zu kürzen. Ziel der Operation sei es nicht, die Gewinne des Großhandels zu schmälern, sondern die Händler dazu zu bringen, ihre aus Sicht des Ministers allzu großzügig bemessenen Rabatte an die Apotheken zu kürzen.
Dieses Geld solle stattdessen den Beitragszahlern zugute kommen, hieß es ergänzend im Ministerium. Nach Daten des Ministeriums nimmt der Großhandel über die bisher geltenden Zuschläge 1,2 Mrd. Euro im Jahr ein. Davon leitet er rund die Hälfte, also 600 Mio. Euro, über Rabatte an die Apotheken weiter.
Konkret plant der FDP-Minister, die geltenden, nach dem Herstellerabgabepreis gestaffelten prozentualen Großhandelszuschläge von 6 bis 15 Prozent, maximal aber 72 Euro pro Packung durch einen Fixzuschlag von 70 Cent plus einen einheitlichen Aufschlag von 1,5 Prozent des Herstellerabgabepreises pro Packung zu ersetzen.
Die neuen Handelsspannen sind laut Ministerium so kalkuliert, dass der Großhandel ohne Ertragseinbußen weiterhin Rabatte im Umfang von 200 Mio. Euro an die Apotheken überweisen kann. Dieser Spielraum sei nötig, um dem Handel weiterhin die Möglichkeit zu geben, Funktionsrabatte an Apotheker, z.B. als Anreiz für Großbestellungen, zu gewähren, heißt es in einer Arbeitsvorlage, die dem Handelsblatt vorliegt.
Mit dem Fixzuschlag erfüllt Rösler eigentlich eine alte Forderung des Großhandels. Die Branche klagt seit langem über sinkende Margen infolge des Preisverfalls bei Generika und der zunehmenden Praxis großer Hersteller, ihre teuren Medikamente statt über den Großhandel direkt an die Apotheken zu verkaufen. Deshalb hatte der Großhandelsverband Phagro in der vergangenen Legislaturperiode ein ähnliches Preissystem vorgeschlagen, das mit der 15. AMG-Novelle im vergangenen Sommer verabschiedet werden sollte. 93 Cent pro Packung plus drei Prozent vom Herstellerabgabepreis, so lautete die Vergütungsformel, die nach Berechnungen Phagros für die Kassen kostenneutral sein sollte.
Dass Rösler nun aus dem damals gescheiterten Vorstoß ein Sparprogramm für die Kassen machen will, dürfte der Branche nicht gefallen. "Der Pharmagroßhandel in Deutschland hat eine Ergebnismarge von unter einem Prozent. Da ist das Potenzial zu sparen relativ gering, besser gesagt: nicht vorhanden", hatte der Chef des Pharmahändlers Celesio, Fritz Oesterle, jüngst im Gespräch mit dem Handelsblatt vor weiteren Einschnitten gewarnt.
Rösler sei auf Widerstand gefasst, hieß es dazu im Ministerium. Er werde sich aber weder von der Kritik der Pharmaindustrie noch vom Großhandel oder den Apotheken beirren lassen. "Wenn man schon in ein Wespennest fasst, dann richtig", wurde der Minister zitiert. Die Pharmaindustrie muss sich daher auf ein Preismoratorium und neue Zwangsrabatte noch in diesem Jahr einstellen. Dagegen kann das neue Preissystem für den Großhandel aus gesetzestechnischen Gründen frühestens 2011 starten.
Sonntag, 14. März 2010
Sonntag, 7. März 2010
sind Politiker etwa käuflich ?
Zwei Anlässe im Gesundheitswesen strahlen aus auf das
"Selbstverständnis" des Apothekers im Arzneimittel-Distributions-Gerangel.
1.(saarländischer) Anlass : Ostermann in Jamaica ?
und
2.( bundesweiter ) Anlass : Westerwelle in Bonn ?
Sind Lobbyisten leicht durchschaubar ?
dazu folgender Dialog zum zwiespältigen apothekerlichen Selbstverständnis :
A:
"Entweder der Apotheker soll - selbstverständlich neben seiner Plichtaufgabe als Heilberufler - ..."
B:
deshalb "unterwirft" er sich "solidarfinanziert" im systemischen GKV-SACHLEISTUNGS-Prinzip - in toto gleichgeschaltet mit ALL seinen Apothekerkollegen - rahmenvertraglich den GKV-Beitrags"verwaltern" ... , anders als im OTC- und Dienstleistungssegment.
Deshalb auch die damalige Umstellung auf Honorierung der Packungsabgabe ( INCL. "Beratung" ) statt Margen-System.
A weiter:
"... Kaufmann sein, dann müssen ihm aber auch auf der Einkaufsseite Handlungsspielräume eingeräumt werden."
B weiter:
Bei einem systemischen ERSTATTUNGS-Prinzip [heute in D leider nur optional, aber immerhin :-)] könnten diese Handlungsspielräume geebnet werden durch den Willen und damit die "Preis"-verantwortung seitens der Kunden/Patienten, die diese (individuellen) "Preise" dann bei ihrer GKV "durchsetzen" müssten oder aber halt die Differenz als "Aufstockung" ihrer persönlichen Wunschvorstellung zu tragen hätten. Darüberhinaus müssten sich die Apotheker [ in persona des Ex-DAV-Vorsitzenden H.H.Keller und seiner Anhänger ] auch tatsächlich von der Denke/Handeln distanzieren, wonach ihnen nicht zuzumuten sei, die Interessen der Pharmaindustrie zu tangieren, wie geschehen im Falle der damaligen Diskussion im aut-idem-Thema bzgl. angeblich-erforderlicher Präparateliste zur Negativliste.
A weiter:
"Oder dies gesteht man ihm nicht zu, dann sollten die Apotheken verstaatlicht und die Apotheker (entsprechend ihrer Ausbildung) verbeamtet werden "
B weiter:
... hätten nicht wenige unter den heutigen 15.000 Apothekenunternehmern mit ihren 21.500 Betriebstätten gerne (als Alternative) , geschweige denn die Mehrzahl (?) der ANGESTELLTEN-Approbierten ;
doch dann tschüss Freiberufler >>> ob nun unter`s Dach von genossenschaftlichen (?) Ungetümen oder heuschreckenfinanzierten Vertikal-Ketten gleichermaßen,
OHNE staatshoheitliche KAMMER-Beauftragte ! ,
aber stattdessen vom "Staat" beauftragte SUB-unternehmen (Outsourcing) im angeblich "öffentlichen Interesse" .
Vorgeschmack ? : Antrittsbesuch des Lobby-KONSTRUKTS
namens ABDA bei Bundesgesundheitsminister FDP-Rösler
A weiter:
"[...] und wir haben entgegen der öffentlichen Meinung keine Lobby!
B weiter:
Können (Mittelstands)Unternehmer sich einen Politiker kaufen ?
aus FAZ-Sonntagszeitung vom 28.02.2010 :
" [...] errichten Repräsentanzen in bester Lage in der Hauptstadt (Anm.: z.B. ABDA´s Mendelson-Palace) , heuern für üppiges Honorar altgediente Politiker als Lobbyisten an (Anm.: z.B. Frieses(ABDA-Ex-Präsident) MdB-Hüppe und/oder die Euskirchener OHG waren´s einmal ... oder immernoch ? ). Wer sich das als Mittelständler nicht leisten kann, delegiert an Verbände oder Dienstleister. So entstand am Regierungssitz in Berlin eine ganze Branche, die Schattenmänner der Macht, "Experten für public affairs", wie sie sich selbst nennen. An die 5000 von ihnen tummeln sich in der Hauptstadt. Berlin ist voll von ehemaligen Praktikanten in Bundestagsbüros, die aus ihren Kontakten ein Geschäftsmodell machen. [...] "
F R A G E :
Trifft dieser Dialog die "Wahrheit" (wessen ? ) und was hat diese Diskussion mit dem Deutschen sog. Fremd- und Mehrbesitzverbot im Apothekenwesen "politisch" zu tun ?
Eine mögliche A n t w o r t gibt der Verbraucherzentrale-Bundesverband
"Selbstverständnis" des Apothekers im Arzneimittel-Distributions-Gerangel.
1.(saarländischer) Anlass : Ostermann in Jamaica ?
und
2.( bundesweiter ) Anlass : Westerwelle in Bonn ?
Sind Lobbyisten leicht durchschaubar ?
dazu folgender Dialog zum zwiespältigen apothekerlichen Selbstverständnis :
A:
"Entweder der Apotheker soll - selbstverständlich neben seiner Plichtaufgabe als Heilberufler - ..."
B:
deshalb "unterwirft" er sich "solidarfinanziert" im systemischen GKV-SACHLEISTUNGS-Prinzip - in toto gleichgeschaltet mit ALL seinen Apothekerkollegen - rahmenvertraglich den GKV-Beitrags"verwaltern" ... , anders als im OTC- und Dienstleistungssegment.
Deshalb auch die damalige Umstellung auf Honorierung der Packungsabgabe ( INCL. "Beratung" ) statt Margen-System.
A weiter:
"... Kaufmann sein, dann müssen ihm aber auch auf der Einkaufsseite Handlungsspielräume eingeräumt werden."
B weiter:
Bei einem systemischen ERSTATTUNGS-Prinzip [heute in D leider nur optional, aber immerhin :-)] könnten diese Handlungsspielräume geebnet werden durch den Willen und damit die "Preis"-verantwortung seitens der Kunden/Patienten, die diese (individuellen) "Preise" dann bei ihrer GKV "durchsetzen" müssten oder aber halt die Differenz als "Aufstockung" ihrer persönlichen Wunschvorstellung zu tragen hätten. Darüberhinaus müssten sich die Apotheker [ in persona des Ex-DAV-Vorsitzenden H.H.Keller und seiner Anhänger ] auch tatsächlich von der Denke/Handeln distanzieren, wonach ihnen nicht zuzumuten sei, die Interessen der Pharmaindustrie zu tangieren, wie geschehen im Falle der damaligen Diskussion im aut-idem-Thema bzgl. angeblich-erforderlicher Präparateliste zur Negativliste.
A weiter:
"Oder dies gesteht man ihm nicht zu, dann sollten die Apotheken verstaatlicht und die Apotheker (entsprechend ihrer Ausbildung) verbeamtet werden "
B weiter:
... hätten nicht wenige unter den heutigen 15.000 Apothekenunternehmern mit ihren 21.500 Betriebstätten gerne (als Alternative) , geschweige denn die Mehrzahl (?) der ANGESTELLTEN-Approbierten ;
doch dann tschüss Freiberufler >>> ob nun unter`s Dach von genossenschaftlichen (?) Ungetümen oder heuschreckenfinanzierten Vertikal-Ketten gleichermaßen,
OHNE staatshoheitliche KAMMER-Beauftragte ! ,
aber stattdessen vom "Staat" beauftragte SUB-unternehmen (Outsourcing) im angeblich "öffentlichen Interesse" .
Vorgeschmack ? : Antrittsbesuch des Lobby-KONSTRUKTS
namens ABDA bei Bundesgesundheitsminister FDP-Rösler
A weiter:
"[...] und wir haben entgegen der öffentlichen Meinung keine Lobby!
B weiter:
Können (Mittelstands)Unternehmer sich einen Politiker kaufen ?
aus FAZ-Sonntagszeitung vom 28.02.2010 :
" [...] errichten Repräsentanzen in bester Lage in der Hauptstadt (Anm.: z.B. ABDA´s Mendelson-Palace) , heuern für üppiges Honorar altgediente Politiker als Lobbyisten an (Anm.: z.B. Frieses(ABDA-Ex-Präsident) MdB-Hüppe und/oder die Euskirchener OHG waren´s einmal ... oder immernoch ? ). Wer sich das als Mittelständler nicht leisten kann, delegiert an Verbände oder Dienstleister. So entstand am Regierungssitz in Berlin eine ganze Branche, die Schattenmänner der Macht, "Experten für public affairs", wie sie sich selbst nennen. An die 5000 von ihnen tummeln sich in der Hauptstadt. Berlin ist voll von ehemaligen Praktikanten in Bundestagsbüros, die aus ihren Kontakten ein Geschäftsmodell machen. [...] "
F R A G E :
Trifft dieser Dialog die "Wahrheit" (wessen ? ) und was hat diese Diskussion mit dem Deutschen sog. Fremd- und Mehrbesitzverbot im Apothekenwesen "politisch" zu tun ?
Eine mögliche A n t w o r t gibt der Verbraucherzentrale-Bundesverband
Dienstag, 23. Februar 2010
Vorort-Apotheke als Polit-Multiplikator ?
" Gleiches Geld für alle "
Debatte über deutschen Sozialstaat
(Kommentar Prof. Thomas Straubhaar zum Thema "Grundeinkommen")
Sorgt der "Mainstream" endlich für die Verbreitung von NEUEN Ideen ?
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Apotheken-TALER-Modell u.ä. als Vorreiter zu einer neuen Geldordnung ?
Wie flexibel können/wollen Kammern und Vereine/Verbände einwirken auf die Neugestaltung von ApoG und ApoBetrO ?
Ein Lösungsansatz im Europa der Regionen ?
("Obolus im Globulus")
Regiogeld
Beispiel Leipzig
Beispiel Saarbrücken
Beispiel Witten (NRW)
" [...] Das regionale Geld wird zu einem bestimmten „Annahmesatz“ neben dem Euro verwendet und zwar vor allem von inhabergeführten Fachgeschäften und Dienstleistungsbetrieben. Auf diese Weise werden zwei Effekte ausgelöst: die wohnortnahe Versorgung wird gefördert und besonders kleine und mittlere Betriebe gewinnen neue Kunden.[...] "
Welche Apotheken haben als INHABERGEFÜHRTE-Mittelstands-UNTERNEHMEN (Vorort-Multiplikatoren/Katalysatoren) welche Erfahrungen in branchenübergreifenden REGIONALEN Facheinzelhandelskooperationen gesammelt ?
weitere Empfehlung > xing-Gruppe Barter-Systeme
Saarbrücker Grüße
Winfried Meyer
Debatte über deutschen Sozialstaat
(Kommentar Prof. Thomas Straubhaar zum Thema "Grundeinkommen")
Sorgt der "Mainstream" endlich für die Verbreitung von NEUEN Ideen ?
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Apotheken-TALER-Modell u.ä. als Vorreiter zu einer neuen Geldordnung ?
Wie flexibel können/wollen Kammern und Vereine/Verbände einwirken auf die Neugestaltung von ApoG und ApoBetrO ?
Ein Lösungsansatz im Europa der Regionen ?
("Obolus im Globulus")
Regiogeld
Beispiel Leipzig
Beispiel Saarbrücken
Beispiel Witten (NRW)
" [...] Das regionale Geld wird zu einem bestimmten „Annahmesatz“ neben dem Euro verwendet und zwar vor allem von inhabergeführten Fachgeschäften und Dienstleistungsbetrieben. Auf diese Weise werden zwei Effekte ausgelöst: die wohnortnahe Versorgung wird gefördert und besonders kleine und mittlere Betriebe gewinnen neue Kunden.[...] "
Welche Apotheken haben als INHABERGEFÜHRTE-Mittelstands-UNTERNEHMEN (Vorort-Multiplikatoren/Katalysatoren) welche Erfahrungen in branchenübergreifenden REGIONALEN Facheinzelhandelskooperationen gesammelt ?
weitere Empfehlung > xing-Gruppe Barter-Systeme
Saarbrücker Grüße
Winfried Meyer
Freitag, 27. November 2009
Theorie + Praxis einer sog. Berufsvertretung
Anpruch und Wirklichkeit einer sog. Berufsvertretung :
aus apotheke-adhoc.de :
" [...] Dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und der ebenfalls beteiligten Apothekerkammer des Saarlandes hat das Gericht wie erwartet die Klagebefugnis abgesprochen. Da sie sich trotzdem am Verfahren beteiligt hatten, tragen sie je ein Achtel der Gerichtskosten und je ein Achtel der außergerichtlichen Kosten des Ministeriums des Saarlandes und von DocMorris. [...] "
Bemerkenswert und immerwieder ins Gedächtnis zurückzurufen ist, daß die Kollegenschaft in toto eine (rechtsrelevante) Unterstützung der ALLEINE (Wettbewerbsrecht !!! ) kämpfenden Frau Neumann-Seiwert versagt hat, wie u.a. die mehr als schwache Resonanz ihres seinerzeitigen DAZ-Appells ( " 250€-Unterstützungsfonds" für Prozessrisiko) verdeutlichte.
Wie stellt sich die Situation parteipolitisch z.Zt. dar zwischen GKV-Spitzenverbands- und Jungliberalen-Vorstellungen einerseits und den "z.Zt. offiziellen" Regierungsplänen(?) und BT-Gesundheitsausschuss andererseits ?
Womögliche "marktradikale Vermachtung der Arzneimittelversorgung" leugnen oder anprangern ???
NEIN ! weder noch ... im Gegensatz zur jetzigen (parlamentarisch-strukturieren ? ) selbsternannten Bundesvertretung der deutschen Apothekerschaft (ABDA in der THESE) sollten die Apotheken sich endlich WETTBEWERBLICH den sog. Markthaien (Ketten-Konzernen) stellen ... und zwar als selbstempfundene Mittelständler statt als Tante-Emma-Läden.
Das DocMorris-EuGH-Urteil hat als Knackpunkt offengelegt, daß die DEFINITION des Begriffs "gemeinwesendienlicher Schutz der Gesundheit" subsidiär weiterhin 27 mal nationalstaatlich (lobbyiert) unterschiedlich gefasst werden kann lt. EU-Vertragstext !
Deshalb schlage ich in meiner ANTITHESE als (deutschen) Kompromiss den Regierungsparteien CDU / CSU / FDP und den Oppositionsparteien SPD / LINKE / GRÜNE die "deutsche" (ApoG + ApoBetrO) Erweiterung des Apotheker-e.K./OHG um die Gesellschaftsform Originäre-KG like österreichischem Modell vor, wobei der KOMPLEMENTÄR ein Approbierter als "natürliche Person" sein muss ; und das bisher überbordende Gläubiger-Fremdkapital in Form von u.a. Warenzahlungszielen oder zwischenhandelsrabattfinanzierten Bankzinsen ersetzt werden kann durch eigenkapitalstärkende KOMMANDITISTEN-Einlagen auch von "berufsfremden" Teilhabern an der apothekerlichen Betriebsstätte. ( mehr )
Ich lade Sie ein zur apothekenpolitische Surfreise, Nach-Hecken-Ära in saarl. Jamaika-Regierung (DocMorris-EuGH-Urteil), BT-Gesundheitsausschuss etc. etc.,
beginnend in meinem xing-Profil
.
aus apotheke-adhoc.de :
" [...] Dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und der ebenfalls beteiligten Apothekerkammer des Saarlandes hat das Gericht wie erwartet die Klagebefugnis abgesprochen. Da sie sich trotzdem am Verfahren beteiligt hatten, tragen sie je ein Achtel der Gerichtskosten und je ein Achtel der außergerichtlichen Kosten des Ministeriums des Saarlandes und von DocMorris. [...] "
Bemerkenswert und immerwieder ins Gedächtnis zurückzurufen ist, daß die Kollegenschaft in toto eine (rechtsrelevante) Unterstützung der ALLEINE (Wettbewerbsrecht !!! ) kämpfenden Frau Neumann-Seiwert versagt hat, wie u.a. die mehr als schwache Resonanz ihres seinerzeitigen DAZ-Appells ( " 250€-Unterstützungsfonds" für Prozessrisiko) verdeutlichte.
Wie stellt sich die Situation parteipolitisch z.Zt. dar zwischen GKV-Spitzenverbands- und Jungliberalen-Vorstellungen einerseits und den "z.Zt. offiziellen" Regierungsplänen(?) und BT-Gesundheitsausschuss andererseits ?
Womögliche "marktradikale Vermachtung der Arzneimittelversorgung" leugnen oder anprangern ???
NEIN ! weder noch ... im Gegensatz zur jetzigen (parlamentarisch-strukturieren ? ) selbsternannten Bundesvertretung der deutschen Apothekerschaft (ABDA in der THESE) sollten die Apotheken sich endlich WETTBEWERBLICH den sog. Markthaien (Ketten-Konzernen) stellen ... und zwar als selbstempfundene Mittelständler statt als Tante-Emma-Läden.
Das DocMorris-EuGH-Urteil hat als Knackpunkt offengelegt, daß die DEFINITION des Begriffs "gemeinwesendienlicher Schutz der Gesundheit" subsidiär weiterhin 27 mal nationalstaatlich (lobbyiert) unterschiedlich gefasst werden kann lt. EU-Vertragstext !
Deshalb schlage ich in meiner ANTITHESE als (deutschen) Kompromiss den Regierungsparteien CDU / CSU / FDP und den Oppositionsparteien SPD / LINKE / GRÜNE die "deutsche" (ApoG + ApoBetrO) Erweiterung des Apotheker-e.K./OHG um die Gesellschaftsform Originäre-KG like österreichischem Modell vor, wobei der KOMPLEMENTÄR ein Approbierter als "natürliche Person" sein muss ; und das bisher überbordende Gläubiger-Fremdkapital in Form von u.a. Warenzahlungszielen oder zwischenhandelsrabattfinanzierten Bankzinsen ersetzt werden kann durch eigenkapitalstärkende KOMMANDITISTEN-Einlagen auch von "berufsfremden" Teilhabern an der apothekerlichen Betriebsstätte. ( mehr )
Ich lade Sie ein zur apothekenpolitische Surfreise, Nach-Hecken-Ära in saarl. Jamaika-Regierung (DocMorris-EuGH-Urteil), BT-Gesundheitsausschuss etc. etc.,
beginnend in meinem xing-Profil
.
Freitag, 21. August 2009
Pharmazeutische Kompetenz ( Teil I )
Editorial von Peter Ditzel DAZ-20.08.09
Unsere pharmazeutische Kompetenz
" Wenn Sie aufmerksam die DAZ und andere pharmazeutische Fachliteratur lesen, wenn Sie Reden von Berufspolitikern zur Eröffnung von Fortbildungskongressen lauschen, werden Sie immer wieder auf den Begriff der pharmazeutischen Kompetenz stoßen. Pharmazeutische Kompetenz - ein schöner Begriff, er beinhaltet Fähigkeiten und Fertigkeiten auf pharmazeutischem Gebiet. Er stellt das in den Mittelpunkt, was wir gelernt haben, was wir können (sollten).
Pharmazeutische Kompetenz - manchmal, so könnte man meinen, verkümmert dieser Begriff zur Worthülse, er wird inflationär verwendet für alles, was der Apotheker macht. Hier sollte man sich fragen, was wirklich unsere genuinen Fähigkeiten und Fertigkeiten sind. Für mein Dafürhalten liegen sie heute an erster Stelle im Wissen über das Arzneimittel und seine Anwendung am Menschen. Dazu gehören unsere übergreifenden Kenntnisse aus allen fünf pharmazeutischen Disziplinen (Chemie, Biologie, Technologie, Pharmakologie und Klinische Pharmazie) und ihr Zusammenwirken.
Hat man beim Blick auf deutsche Apotheken, auf das von der Politik in eine bestimmte Richtung gedrängte Apothekenwesen den Eindruck, dass die pharmazeutische Kompetenz im Vordergrund unseres Berufsbilds steht? Bei selbstkritischer Betrachtung muss man wohl zu dem Schluss kommen: eher nicht. Die Politik hat sich seit 2004 in erster Linie um wirtschaftliche Fragen im Zusammenhang mit der Apotheke gekümmert: sie hat den Versandhandel zugelassen mit der Folge der gerichtlichen Zulassung von Pick-up-Stellen; sie hat Einkaufs- und Naturalrabatte für Apotheken gestrichen; sie hat die Rabattverträge von Krankenkassen eingeführt; sie hat die OTC-Preise freigegeben und mehr Wettbewerb eingefordert. Konnten sich die Apotheken anfangs nur schwer an die neuen „Freiheiten” gewöhnen, drängen sich mittlerweile Versandapotheken mit Schnäppchen-Angeboten, Discount-Apotheken, Rabattaktionen wie Happy hour, Schnäppchen-Anzeigen in Tageszeitungen, Arzneimittel bei dm und Schlecker und Arzneimittel von der Tankstelle ins Bewusstsein der Bevölkerung. Von pharmazeutischer Kompetenz ist hier nicht mehr die Rede - es geht um Preise, Billigarzneimittel und Billigvertriebswege.
Die apothekerliche Kompetenz erscheint in der öffentlichen Wahrnehmung allenfalls in den Testberichten von Stiftung Warentest und einschlägigen Fernsehmagazinen - und hier meist mit negativem Ausgang.
Droht unser Beruf zu verfallen? Sollten wir nicht alles daransetzen, die pharmazeutische Kompetenz besser zu nutzen, besser im Gesundheitswesen einzusetzen, „an den Mann”, sprich an den Patienten zu bringen? Müssen wir nicht alles dafür tun, dass wir in der Politik, in der Öffentlichkeit als Apotheker wahr genommen werden, die pharmazeutisch kompetent sind und nicht als Apotheker, die zu Supersonderpreisen die billigsten Arzneimittel verschleudern? [ ... ] "
"Kern-Kompetenz" und MEHR-Kompetenz (BAK-Fink)
.
mfG
Unsere pharmazeutische Kompetenz
" Wenn Sie aufmerksam die DAZ und andere pharmazeutische Fachliteratur lesen, wenn Sie Reden von Berufspolitikern zur Eröffnung von Fortbildungskongressen lauschen, werden Sie immer wieder auf den Begriff der pharmazeutischen Kompetenz stoßen. Pharmazeutische Kompetenz - ein schöner Begriff, er beinhaltet Fähigkeiten und Fertigkeiten auf pharmazeutischem Gebiet. Er stellt das in den Mittelpunkt, was wir gelernt haben, was wir können (sollten).
Pharmazeutische Kompetenz - manchmal, so könnte man meinen, verkümmert dieser Begriff zur Worthülse, er wird inflationär verwendet für alles, was der Apotheker macht. Hier sollte man sich fragen, was wirklich unsere genuinen Fähigkeiten und Fertigkeiten sind. Für mein Dafürhalten liegen sie heute an erster Stelle im Wissen über das Arzneimittel und seine Anwendung am Menschen. Dazu gehören unsere übergreifenden Kenntnisse aus allen fünf pharmazeutischen Disziplinen (Chemie, Biologie, Technologie, Pharmakologie und Klinische Pharmazie) und ihr Zusammenwirken.
Hat man beim Blick auf deutsche Apotheken, auf das von der Politik in eine bestimmte Richtung gedrängte Apothekenwesen den Eindruck, dass die pharmazeutische Kompetenz im Vordergrund unseres Berufsbilds steht? Bei selbstkritischer Betrachtung muss man wohl zu dem Schluss kommen: eher nicht. Die Politik hat sich seit 2004 in erster Linie um wirtschaftliche Fragen im Zusammenhang mit der Apotheke gekümmert: sie hat den Versandhandel zugelassen mit der Folge der gerichtlichen Zulassung von Pick-up-Stellen; sie hat Einkaufs- und Naturalrabatte für Apotheken gestrichen; sie hat die Rabattverträge von Krankenkassen eingeführt; sie hat die OTC-Preise freigegeben und mehr Wettbewerb eingefordert. Konnten sich die Apotheken anfangs nur schwer an die neuen „Freiheiten” gewöhnen, drängen sich mittlerweile Versandapotheken mit Schnäppchen-Angeboten, Discount-Apotheken, Rabattaktionen wie Happy hour, Schnäppchen-Anzeigen in Tageszeitungen, Arzneimittel bei dm und Schlecker und Arzneimittel von der Tankstelle ins Bewusstsein der Bevölkerung. Von pharmazeutischer Kompetenz ist hier nicht mehr die Rede - es geht um Preise, Billigarzneimittel und Billigvertriebswege.
Die apothekerliche Kompetenz erscheint in der öffentlichen Wahrnehmung allenfalls in den Testberichten von Stiftung Warentest und einschlägigen Fernsehmagazinen - und hier meist mit negativem Ausgang.
Droht unser Beruf zu verfallen? Sollten wir nicht alles daransetzen, die pharmazeutische Kompetenz besser zu nutzen, besser im Gesundheitswesen einzusetzen, „an den Mann”, sprich an den Patienten zu bringen? Müssen wir nicht alles dafür tun, dass wir in der Politik, in der Öffentlichkeit als Apotheker wahr genommen werden, die pharmazeutisch kompetent sind und nicht als Apotheker, die zu Supersonderpreisen die billigsten Arzneimittel verschleudern? [ ... ] "
"Kern-Kompetenz" und MEHR-Kompetenz (BAK-Fink)
.
mfG
Pharmazeutische Kompetenz ( Teil II )
Editorial von Peter Ditzel DAZ-20.08.09
Unsere pharmazeutische Kompetenz
" [ ... ]
In den USA, dem Land, das als Vorreiter von Ketten und Discount-Drugstores gilt, hat unter Pharmazeuten seit einiger Zeit ein Umdenken stattgefunden. Man hat erkannt, dass die Ausbildung des Apothekers viel zu schade ist, als dass sie in Kettenapotheken verkümmert. Die Initiative für dieses Umdenken geht von einigen Universitäten aus. Sie haben bereits angefangen, in die Ausbildung Lehrinhalte zu integrieren, durch die die Pharmazeuten befähigt werden, ihre heilberufliche Kompetenz besser herauszustellen. Die Verantwortlichen setzen auf die Erkenntnis, dass unsere Zukunft nicht darin liegt, noch mehr Arzneimittelpackungen zu verkaufen, sondern unsere Kompetenz als Arzneimittelfachmann dafür einzusetzen, die Arzneimitteltherapie für den Patienten und für die Kostenträger zu optimieren. An der School of Pharmacy von Minneapolis im Bundesstaat Minnesota beispielsweise verfolgt man diesen Weg schon seit geraumer Zeit. Als ich dieses pharmazeutische Institut im vergangenen Jahr besuchte, dachte man dort bereits konkret über die Verwirklichung einer Vision des Apothekerberufs nach: der Apotheker als Therapiemanager. Man arbeitete dort ein neues Programm an vorgeschriebenen Pflichtpraktika aus, die während des Studiums oder danach zu absolvieren sind. Hierzu gehört u. a. auch „Patient Care” oder Praktika im Krankenhaus und in einer Krankenhausapotheke. Zu den Lehrinhalten dieser Praktika gehört auch das Medication Therapy Management, bei dem der angehende Apotheker lernt, sein Wissen in den Dienst der Medikationsberatung einzubringen. Neu ist, dass ein solches Pflichtpraktikum aufgrund der Beziehungen des pharmazeutischen Instituts von Minneapolis zu einer deutschen Apotheke auch hier abgeleistet werden kann. Unser Beitrag auf Seite 54 beschreibt den Aufbau des neuen Pflichtpraktikums, die Erfahrungen damit und den Austausch von Studenten, die in dieser Apotheke in Deutschland mitarbeiten durften.
Arbeiten wir weiter daran, dass wir unsere pharmazeutische Kompetenz einbringen können, dass sie anerkannt wird und dass sie ins Zentrum unseres Berufs rückt. Nur dann kann man sagen: Es gibt keine Alternativen zum Apotheker."
.
mfG
Unsere pharmazeutische Kompetenz
" [ ... ]
In den USA, dem Land, das als Vorreiter von Ketten und Discount-Drugstores gilt, hat unter Pharmazeuten seit einiger Zeit ein Umdenken stattgefunden. Man hat erkannt, dass die Ausbildung des Apothekers viel zu schade ist, als dass sie in Kettenapotheken verkümmert. Die Initiative für dieses Umdenken geht von einigen Universitäten aus. Sie haben bereits angefangen, in die Ausbildung Lehrinhalte zu integrieren, durch die die Pharmazeuten befähigt werden, ihre heilberufliche Kompetenz besser herauszustellen. Die Verantwortlichen setzen auf die Erkenntnis, dass unsere Zukunft nicht darin liegt, noch mehr Arzneimittelpackungen zu verkaufen, sondern unsere Kompetenz als Arzneimittelfachmann dafür einzusetzen, die Arzneimitteltherapie für den Patienten und für die Kostenträger zu optimieren. An der School of Pharmacy von Minneapolis im Bundesstaat Minnesota beispielsweise verfolgt man diesen Weg schon seit geraumer Zeit. Als ich dieses pharmazeutische Institut im vergangenen Jahr besuchte, dachte man dort bereits konkret über die Verwirklichung einer Vision des Apothekerberufs nach: der Apotheker als Therapiemanager. Man arbeitete dort ein neues Programm an vorgeschriebenen Pflichtpraktika aus, die während des Studiums oder danach zu absolvieren sind. Hierzu gehört u. a. auch „Patient Care” oder Praktika im Krankenhaus und in einer Krankenhausapotheke. Zu den Lehrinhalten dieser Praktika gehört auch das Medication Therapy Management, bei dem der angehende Apotheker lernt, sein Wissen in den Dienst der Medikationsberatung einzubringen. Neu ist, dass ein solches Pflichtpraktikum aufgrund der Beziehungen des pharmazeutischen Instituts von Minneapolis zu einer deutschen Apotheke auch hier abgeleistet werden kann. Unser Beitrag auf Seite 54 beschreibt den Aufbau des neuen Pflichtpraktikums, die Erfahrungen damit und den Austausch von Studenten, die in dieser Apotheke in Deutschland mitarbeiten durften.
Arbeiten wir weiter daran, dass wir unsere pharmazeutische Kompetenz einbringen können, dass sie anerkannt wird und dass sie ins Zentrum unseres Berufs rückt. Nur dann kann man sagen: Es gibt keine Alternativen zum Apotheker."
.
mfG
Samstag, 1. August 2009
Däinghaus: Ich bin dann mal weg
"Der Gründer der Internet-Apotheke DocMorris verlässt zum 31. Juli 2009 das Unternehmen. Er werde DocMorris weiterhin beratend zur Seite stehen und so der Unternehmensgruppe eng verbunden bleiben, heißt es in einer Pressemeldung des Unternehmens. Im Zuge der Eingliederung von DocMorris in den Celesio-Konzern seien die Geschäftszweige Versandhandel und «Vor-Ort-Geschäft» in eigenständige Gesellschaften überführt worden. Däinghaus habe seine Führungsaufgaben Schritt für Schritt an Experten für die einzelnen Bereiche übergeben. Die Markenpartnerschaft mit Apotheken liegt in den Händen des Apothekers Thomas von Künsberg Sarre , wie DocMorris am Vortag verkündete. Bundesweit kooperieren bisher etwa 150 inhabergeführte Apotheken mit DocMorris. Für die Finanzen der DocMorris-Gruppe zuständig bleibt Michael Veigel .
Däinghaus hat sich in der Vergangenheit bei Apothekern immer wieder durch gezielte Provokationen unbeliebt gemacht, indem er sich als «kreativer Zerstörer» der inhabergeführten öffentlichen Apotheke feiern ließ. In der Außendarstellung stand er als Synonym für sein Unternehmen. Nachdem 2007 der Pharmagroßhändler Celesio/Gehe DocMorris übernommen hatte, wurde es deutlich stiller um ihn. Ob die herbe Schlappe im Fremdbesitzverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof im Mai eine Rolle bei Däinghaus’ Abgang spielte, ist noch offen. (dr)"
(Quelle : 23.07.2009 PZ )
Dazu die persönliche Verabschiedung Ralf Däinghausens in Form von Schliessung des DocMorris-Blog
Wurde schon einmal die Frage in der pharmazeutischen Fachpresse und in selbstkritischen Apotheker-Zirkeln gestellt und diskutiert , u.a. in der Apotheken-Gewerkschaft oder bei den Alternativen (?) , ob der Weggang/Abgang von Mister-Morris möglicherweise die Voraussetzung in Celesios-Planung ist, daß die Marke DocMorris nun doch den DAV-Rahmenverträgen mit den Sozialgesetzbuch"partnern" beitreten darf ?
Bringt der Weggang von Mister Morris die Apotheken in eine zusätzliche "Zwickmühle" , die die Apotheken im Thema (Generika)"Austauschbarkeit" zu bewältigen haben als Spagat zwischen (6.000) Wirkstoff-Kriterium und (marketinggesteuerter 120.000) Indikations-Produkten ?
" Apotheker werden zerrieben
Berlin - Die Apotheker bleiben in der Zwickmühle: In den Verhandlungen über die Austauschbarkeit von Generika zwischen dem Spitzenverband der Krankenkassen und dem Deutschen Apothekerverband (DAV) gibt es bislang keine Einigung. Eine Klarstellung zur Aut idem-Regelung im Rahmenvertrag steht weiterhin aus.
Die Kassenvertreter hatten dem Vernehmen nach vorgeschlagen, dass die Software in der Apotheke nur noch die Austauschkriterien Wirkstoff, Packungsgröße und Wirkstärke sowie die Darreichungsform ausweisen soll. Hinweise auf die Indikationen sollten demnach komplett entfallen. Im Zweifel müsste der Apotheker dann die Indikation im Gespräch mit dem Patienten erfragen.
Der DAV lehnte diesen Vorschlag ab. Die Kassen konnten sich andererseits offenbar nicht für ein Ampel-Modell erwärmen, das der DAV zur Unterstützung der Apotheker in die Software integrieren wollte.
Vom aktuellen Stand der Verhandlungen ist man beim DAV enttäuscht: „Es läuft darauf hinaus, dass uns die Hersteller und Krankenkassen in eine Zwickmühle bringen“, sagte ein DAV-Sprecher gegenüber APOTHEKE ADHOC. Beide seien „auf klarem Konfrontationskurs“. Tatsächlich lehnen die Hersteller eine Haftung für ihre Präparate ab, wenn diese außerhalb der zugelassenen Indikationen abgegeben werden. Die Kassen drohen auf der anderen Seite mit Retaxationen, wenn der Apotheker nicht substituiert. „Dieser Streit wird auf dem Rücken der Apotheker und Patienten ausgetragen“, so der DAV-Sprecher "
Quelle : Apotheke-Adhoc
siehe hierzu die Konträrargumentation Bioäquivalenz statt Indikaton !
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Welche "Zwickmühlen" gibts noch ?
außer DAV-Konkurrenz "mit" Kohl-Franchise , Verbands-(Un)wesen , Verblisterung , e-Gesundsheitscard, "drohendes" Ärzte-Dispensierrecht (operativ prodsa-Modell der Sanitätshaus-Branche), Software-Oberherrschaft, Apo-Bank-Heuschrecken ?
provokativ : Automatisierung als Ablösung des "sprechenden/beratenden Schubladenziehers" ???
(Anm.: leider nachträglich zensiert/selektiert -> Ministerin zu Gast bei ROWA )
siehe hierzu auch die Advokatenspiele :-) des hin+her
.
mfG
Däinghaus hat sich in der Vergangenheit bei Apothekern immer wieder durch gezielte Provokationen unbeliebt gemacht, indem er sich als «kreativer Zerstörer» der inhabergeführten öffentlichen Apotheke feiern ließ. In der Außendarstellung stand er als Synonym für sein Unternehmen. Nachdem 2007 der Pharmagroßhändler Celesio/Gehe DocMorris übernommen hatte, wurde es deutlich stiller um ihn. Ob die herbe Schlappe im Fremdbesitzverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof im Mai eine Rolle bei Däinghaus’ Abgang spielte, ist noch offen. (dr)"
(Quelle : 23.07.2009 PZ )
Dazu die persönliche Verabschiedung Ralf Däinghausens in Form von Schliessung des DocMorris-Blog
Wurde schon einmal die Frage in der pharmazeutischen Fachpresse und in selbstkritischen Apotheker-Zirkeln gestellt und diskutiert , u.a. in der Apotheken-Gewerkschaft oder bei den Alternativen (?) , ob der Weggang/Abgang von Mister-Morris möglicherweise die Voraussetzung in Celesios-Planung ist, daß die Marke DocMorris nun doch den DAV-Rahmenverträgen mit den Sozialgesetzbuch"partnern" beitreten darf ?
Bringt der Weggang von Mister Morris die Apotheken in eine zusätzliche "Zwickmühle" , die die Apotheken im Thema (Generika)"Austauschbarkeit" zu bewältigen haben als Spagat zwischen (6.000) Wirkstoff-Kriterium und (marketinggesteuerter 120.000) Indikations-Produkten ?
" Apotheker werden zerrieben
Berlin - Die Apotheker bleiben in der Zwickmühle: In den Verhandlungen über die Austauschbarkeit von Generika zwischen dem Spitzenverband der Krankenkassen und dem Deutschen Apothekerverband (DAV) gibt es bislang keine Einigung. Eine Klarstellung zur Aut idem-Regelung im Rahmenvertrag steht weiterhin aus.
Die Kassenvertreter hatten dem Vernehmen nach vorgeschlagen, dass die Software in der Apotheke nur noch die Austauschkriterien Wirkstoff, Packungsgröße und Wirkstärke sowie die Darreichungsform ausweisen soll. Hinweise auf die Indikationen sollten demnach komplett entfallen. Im Zweifel müsste der Apotheker dann die Indikation im Gespräch mit dem Patienten erfragen.
Der DAV lehnte diesen Vorschlag ab. Die Kassen konnten sich andererseits offenbar nicht für ein Ampel-Modell erwärmen, das der DAV zur Unterstützung der Apotheker in die Software integrieren wollte.
Vom aktuellen Stand der Verhandlungen ist man beim DAV enttäuscht: „Es läuft darauf hinaus, dass uns die Hersteller und Krankenkassen in eine Zwickmühle bringen“, sagte ein DAV-Sprecher gegenüber APOTHEKE ADHOC. Beide seien „auf klarem Konfrontationskurs“. Tatsächlich lehnen die Hersteller eine Haftung für ihre Präparate ab, wenn diese außerhalb der zugelassenen Indikationen abgegeben werden. Die Kassen drohen auf der anderen Seite mit Retaxationen, wenn der Apotheker nicht substituiert. „Dieser Streit wird auf dem Rücken der Apotheker und Patienten ausgetragen“, so der DAV-Sprecher "
Quelle : Apotheke-Adhoc
siehe hierzu die Konträrargumentation Bioäquivalenz statt Indikaton !
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Welche "Zwickmühlen" gibts noch ?
außer DAV-Konkurrenz "mit" Kohl-Franchise , Verbands-(Un)wesen , Verblisterung , e-Gesundsheitscard, "drohendes" Ärzte-Dispensierrecht (operativ prodsa-Modell der Sanitätshaus-Branche), Software-Oberherrschaft, Apo-Bank-Heuschrecken ?
provokativ : Automatisierung als Ablösung des "sprechenden/beratenden Schubladenziehers" ???
(Anm.: leider nachträglich zensiert/selektiert -> Ministerin zu Gast bei ROWA )
siehe hierzu auch die Advokatenspiele :-) des hin+her
.
mfG
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